Es gibt viele Fragen, die wir häufiger hören. Hier sind unsere Antworten für Sie:

Welchen Beitrag leistet eine Photovoltaik-Anlage zum Klimaschutz?

Durch den Einsatz einer PV-Anlage leisten Sie einen großen Beitrag zum Klimaschutz, denn sie produziert Strom CO2-neutral und damit klimafreundlich.

Seit Jahren fordern Klimaforscher den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid stark zu verringern um dem Klimawandel zu stoppen. Erneuerbare Energien, besonders die Solarenergie, übernehmen hierbei eine bedeutende Rolle. Mit ihrer Hilfe kann vollkommen saubere Energie produziert werden. Durch die Umwandlung von Solarenergie in Strom wird kein umweltschädliches CO2 erzeugt.

Lohnt sich der Statkraft SonnenPakt auch für andere Branchen?

Der Statkraft SonnenPakt ist nicht an spezielle Branchen gebunden. Er steht jedem offen, der von der Dachfläche, der Lastkurve und vom Stromverbrauch her in das Geschäftsmodell passt. Ob das auch für Ihren Betrieb gilt, finden wir gerne für Sie heraus, wenn Sie uns eine unverbindliche Anfrage stellen.

Bin ich mit einer PV-Anlage eigentlich komplett unabhängig von meinem Stromversorger?

In der Regel leider nicht. In der Nacht produziert die PV-Anlage keinen Strom, so dass hier benötigter Strom aus dem Netz gezogen werden muss. Je nach örtlicher Gegebenheit und unter optimaler Auslegung der PV-Anlage in Bezug auf den Eigenverbrauch erreichen Sie einen Autarkiegrad von 20 bis 50%.Sie werden durch den Statkraft SonnenPakt also unabhängiger von Ihrem Stromversorger. Und wenn Sie wollen, können Sie auch die weitere benötigte Strommenge (Reststrombedarf) mit sauberer Energie von Statkraft decken.

Baugenehmigung, Statik, Traglastreserve und Architekten? Was benötigt man damit eine Photovoltaik-Anlage fachgerecht installiert werden kann? 

Die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf Dachflächen bedarf keiner Baugenehmigung oder Planung durch einen Architekten. Die einzige Ausnahme hiervon sind PV-Anlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden.

Damit eine Photovoltaik-Anlage auf der Dachfläche errichtet werden kann, muss die Statik des Daches über eine freie Lastreserve von ca. 15 bis 25 kg/qm verfügen (hängt von den Standortbedingungen, der verwendeten Unterkonstruktion, der Ausrichtung und Neigung des Modulfeldes ab). Die Lastreserve ist im Statikbericht eines Gebäudes zu finden. Falls kein Bericht vorliegt, übernimmt Statkraft gerne die Begutachtung des Daches.

Was spricht für Pacht, was spricht für Investition?

Vorteile des Pachtmodells:

  • Schnelle und einfache Umsetzung
    Der Verpächter kümmert sich vollständig um die Planung und Errichtung der PV-Anlage. Ihr eigener Aufwand reduziert sich auf das Minimum. Da der Verpächter langfristig mit seiner PV-Anlage plant, ist es in seinem Interesse, die Anlage wirtschaftlich optimal für Ihren Standort zu planen und hohe Qualitätsmaßstäbe zu setzen.
  • Ein Ansprechpartner für alles – vom ersten Tag bis zum Vertragsende
    Sie haben einen zentralen Ansprechpartner für alle Anliegen rund um die PV-Anlage bei einem langfristig orientieren Partner. Die notendigen Zusatzdienstleistungen wie Wartung und Direktvermarktung erhalten Sie in der Regel zu Vorteilskonditionen.
  • Risikofreie Nutzung und volle Kontrolle über „Life-Cycle-Kosten“
    Vom Verpächter der PV-Anlage wird die Funktionsfähigkeit der Anlage über die Laufzeit der Pacht garantiert. Folglich fallen Kosten für Reparaturen und Instandsetzung beim Verpächter an, wo sie in einem Portfolio mehrerer Anlagen kostengünstiger und effizienter gemanagt werden.
  • Bilanzneutralität
    Die PV-Anlage erscheint nicht in der Bilanz des Unternehmens. Lediglich die Pachtraten werden als Betriebsausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad des Unternehmens verändern sich somit nicht. (Off-balance-sheet-Finanzierung)
  • Planungssicherheit / Kalkulationsgrundlage
    Die Höhe der Pachtentgelte und die Vertragslaufzeit stehen von Beginn an fest, während die Strompreisentwicklung der kommenden 15 Jahre ungewiss ist. Zudem wird das Pachtentgelt auch langfristig nicht von Zinsänderungen oder Rating-Veränderungen ihres Unternehmens beeinflusst und dient somit als sichere Kalkulationsgrundlage. Mit der Pacht haben Sie also auf lange Frist mehr Planungssicherheit und eine sichere Kalkulationsgrundlage.
  • Optimaler Einsatz von Eigenkapital und Liquidität
    In der Regel erwirtschaften PV-Anlagen zum Eigenverbrauch mit Amortisationszeiten von über 10 Jahren keine attraktive Rendite für gewerbliche Betriebe oder Industrieunternehmen. Kostenoptimierung und Planungssicherheit jedoch sind entscheidende Wettbewerbsvorteile. Da ein dritter, langfristig orientierter Investor die Finanzierung der PV-Anlage übernimmt, kann das Unternehmen auch ohne Eigeninvestition die Chancen des PV-Eigenverbrauches nutzen und finanzielle Mittel weiterhin zu 100% in das Kerngeschäft investieren.
  • “Pay as you earn” – Stromeinsparungen vom ersten Tag
    Da die Pachtentgelte parallel zur Nutzung des Gegenstands anfallen, finanziert sich das Leasing-Objekt quasi selbst. Eine Vorausfinanzierung entfällt, deshalb sparen Sie vom ersten Tag an Stromkosten, indem Sie teureren Netzstrom durch Solarstrom ersetzen.

Vorteile Eigeninvestition:

  • Eigentumserwerb
    Ihr Unternehmen wird zum vollwertigen Eigentümer der PV-Anlage. Die Rechte zur Dachnutzung verbleiben in ihrem Unternehmen, wenn das Unternehmer auch Eigentümer der Immobilie ist.
  • Kapitalanlage
    Sollte Ihr Unternehmen über freie finanzielle Mittel verfügen, kann es eine sinnvolle Option sein, das Kapital langfristig in die PV-Anlage zu investieren. Nach den einmaligen Anschaffungskosten fallen lediglich die Betriebskosten inklusive der notwendigen Reparaturrücklagen und Versicherungen an.
  • Keine Marge für den Verpächter
    Um die Planung, Errichtung und Finanzierung der PV-Anlage kümmern sie sich selbst. Das spart auf den ersten Blick Kosten. Ob Ihr Unternehmen dies jedoch letztendlich kostengünstiger und effizienter durchführen kann als ein professioneller Partner hängt von Ihrem Unternehmen ab. Sie vermeiden jedoch bei der Eigeninvestition die Marge, die ein Verpächter für seine Investition sonst einrechnet.

Gibt Statkraft eine Garantie auf die Kosteneinsparungen?

Unsere Sonne wird – nach Schätzungen von Astronomen – noch rund 7 Milliarden Jahre weiter scheinen, bevor sie sich in einen „Roten Riesen“ verwandelt. So lange wird theoretisch Sonnenenergie eine der verlässlichsten Energiequellen des Planeten sein.

Allerdings gibt es Einflüsse wie z.B. Vulkanasche in der Luft, die die Wirksamkeit von Solaranlagen stören können. Da Statkraft nur für die technische Leistungsfähigkeit garantieren kann, jedoch nicht für das Fernbleiben störender Einflüsse, können wir leider keine Garantie auf Kosteneinsparungen geben.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Spricht man vom Strompreis so ist das nur eine sehr vereinfachte Betrachtung. Der „Rohstoff“ Strom an sich macht nur etwa die Hälfte der Gesamtkosten aus, die der private und gewerbliche Verbraucher zu zahlen hat. Neben Stromsteuer und diversen Umlagen und Nebenkosten, bestimmt die EEG Umlage einen großen Anteil des Endpreises.

Die folgende Darstellung zeigt einen Durchschnitt der Strompreisbestandteile für die Industrie für das Jahr 2016:

Infografik Strompreis Bestandteile

Aus welchen Komponenten besteht eine Photovoltaik-Anlage? 

Zu einer PV-Anlage, die ans Netz angeschlossen ist, gehören in der Regel folgende

Bestandteile:

  • Solarmodule– die mit mehreren Solarzellen bestückten Solarmodule werden alle zusammen auch als Solargenerator bezeichnet.
  • Anschlusskasten– In diesem Verteilerkasten laufen die Anschlussleitungen der Solarmodule zusammen und sind per Sicherungsautomat schaltbar.
  • Leitungen – Von den Modulen zum Wechselrichter verlaufen Leitungen für Gleichstrom, denn Solarmodule erzeugen Gleichstrom. Ab dem Wechselrichter verläuft die weitere Verkabelung als Wechselstromverkabelung.
  • Wechselrichter– Der Wechselrichter verwandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom, wie er in der Netz-Spannungsversorgung üblich ist. Die Qualität der Wechselrichter ist ausschlaggebend für die Wirksamkeit der Umwandlung. Beim Umwandeln von Gleich- in Wechselstrom wird ein Teil der Energie immer verloren gehen. Schlechte Wechselrichter haben einen niedrigen Wirkungsgrad und verlieren deshalb einen unnötig großen Teil der erzeugten Energie beim Umwandeln in Wechselstrom.
  • Stromzähler– Die ins Netz eingespeiste Energie wird gezählt, um später die Einspeisevergütung geltend machen zu können.

Wie hoch ist der Wartungsaufwand an einer Photovoltaik-Anlage?

Der Aufwand ist geringer als man denkt! Zur Absicherung eines kontinuierlich hohen Ertrages geht es jedoch nicht ganz ohne Wartung und Pflege. Für den Nutzer eines Statkraft SonnenPakt Modells ist dies durch den Abschluss eines Wartungsvertrages geregelt. Im Rahmen dieses Vertrages wird eine jährliche Überprüfung der Photovoltaik-Anlage vorgenommen. Hierbei werden alle Bauteile und zugehörigen Komponenten der PV-Anlage (Solarmodule, Wechselrichter und die Verkabelung der gesamten Anlage) auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft und ggf. instandgesetzt. Damit ist ein langjähriger hoher Ertrag der Anlage sichergestellt.

Wird die Lebensdauer der Dacheindeckung durch die Photovoltaik-Anlage beeinträchtigt?

Nein, eine PV-Anlage hat darauf keinen Einfluss. Voraussetzung ist natürlich die fachgerechte Montage und regelmäßige Überprüfung der PV-Anlage. Die empfindliche Eindeckung von Flachdächern (z.B. Folien, Bitumendachbahn) kommt bei den von Statkraft eingesetzten Systemen nicht in direkten Kontakt mit der PV-Unterkonstruktion, sondern wird durch eine Bauschutzmatte abgedeckt. Gefährliche Punktlasten können so abgemildert werden und verursachen keine Schäden an der Dachhaut.

Was passiert eigentlich am Ende Pachtzeit mit der PV-Anlage?

Nach der Laufzeit haben Sie die Wahl zwischen zwei Optionen:

Wenn Sie nicht kündigen, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr zu gleichen Konditionen. Sie sparen weiterhin Energiekosten.

Wenn Sie den Pachtvertrag nicht verlängern, betreibt Statkraft die Anlage bis zum Ende des Dachnutzungsvertrages weiter und speist den Strom ins Netz ein.

Wie sind PV-Module am Ende ihrer Lebensdauer zu entsorgen?

Gemäß der WEEE Richtlinie vom 2012 über die Entsorgung von Elektroschrott sind die Hersteller, Inverkehrbringer und Importeure von elektronischer Ware verpflichtet, die Ware am Ende ihrer Lebensdauer fachgerecht zu entsorgen. Das gilt auch für PV-Anlagen am Ende ihrer Lebensdauer, die sie jedoch erst nach rund 35-40 Jahren erreichen. Diese Entsorgung erfolgt über die Organisation PV Cycle.

Für gewerbliche Besitzer von PV-Anlagen, die heute ihre Anlage kaufen, erfolgt die Entsorgung – wie für private Endkunden – komplett umsonst. Die Module können allerdings nicht über die Sammelhöfe zurückgegeben werden. Für die Entsorgung sind direkt die Modulhersteller zuständig, die dafür wiederum Dienstleister beauftragen.

Welche gesetzlichen Brandschutz-Anforderungen bestehen an eine PV-Anlage?

Das PV-Generatorfeld einer aufgeständerten Photovoltaik-Anlage befindet sich außerhalb der Gebäudehülle und unterliegt deshalb nicht den Anforderungen des bauaufsichtlichen Brandschutzes, allerdings den Mindestanforderungen der Landesbauordnungen (min. normalentflammbar). Die von Statkraft ausgewählten Komponenten werden vor ihrer Verwendung einer Bauartprüfung unterzogen und genügen den relevanten normativen Anforderungen.

Als Wechselrichter kommen nur Produkte zum Einsatz, die alle nationalen sowie internationalen Sicherheitsstandards erfüllen und den Anschlussbedingungen des lokalen Netzbetreibers entsprechen.

Bei der Kabelführung werden die geltenden Normen berücksichtigt. Im Rahmen der Ausführungsplanung wird das bestehende Brandschutzkonzept mit den geplanten Kabeltrassen abgeglichen und erforderliche Brandschotte sowie sonstige Schutzmaßnahmen berücksichtigt. Umfangreiche Informationen zum Thema Brandschutz und Photovoltaik finden Sie hier: http://www.pv-brandsicherheit.de/

Behindern PV-Anlagen Löscharbeiten (durch die Feuerwehr)?

Nein, die Feuerwehr kann immer ungehindert löschen. Es gibt eine neue Norm der Feuerwehr (entwickelt mit TÜV und Fraunhofer Institut im Frühjahr 2015), wie bei einem Brand eines Gebäudes mit PV-Anlage vorgegangen werden soll. Hierbei sind insbesondere die Entfernungen, bei denen gefahrlos gelöscht werden darf, festgelegt worden. Weitere Informationen für Einsatzkräfte und Brandschutzbeauftrage finden Sie hier: http://www.pv-brandsicherheit.de/

Übrigens: Die Wechselrichter einer PV-Anlage trennen sich automatisch vom Netz, sobald keine Wechselspannung mehr anliegt. Hat z.B. im Brandfall die Feuerwehr das Gebäude spannungsfrei geschaltet, wird auch vom Wechselrichter kein Strom in das Gebäudenetz eingespeist. Weiterhin stromführend sind in diesem Fall die Gleichstromleitungen zwischen PV-Generatorfeld und Wechselrichtern. Sind solche Gleichstromleitungen innerhalb des Gebäudes vorhanden (über 1 Meter Leitungslänge nach Gebäudeeintritt), müssen diese abschaltbar sein. Ein DC-Freischalter am Gebäudeeintritt („zentrale Abschaltung in der Nähe des Einspeisepunktes“, umgangssprachlich auch „Feuerwehrschalter“) ist in der Regel nicht erforderlich, da regelmäßig die Wechselrichter im Außenbereich installiert werden und keine Gleichspannungsleitung in die Gebäude geführt wird. Gemäß VDE-AR-E 2100-712 sind somit keine zusätzlichen zentralen Schalteinrichtungen erforderlich.

Müssen vom Betreiber und/oder Gebäudeeigentümer zusätzliche Versicherungen für die PV-Anlage abgeschlossen werden?

Nein. In der Regel unterhält der Gebäudeeigentümer eine Gebäudeversicherung. Diese deckt den Schaden, wenn z.B. das gesamte Gebäude einem Brand zum Opfer fällt. Hier besteht eine Anzeigepflicht durch den Gebäudeeigentümer nach Montage der PV-Anlage an den Versicherer. Unterbleibt die Anzeige kann der Versicherer im Schadensfall die Anerkennung des Schadens verweigern.

Im Statkraft SonnenPakt Angebot ist eine Sachversicherung der PV-Anlage enthalten (auch Elektronikversicherung, Allgefahrenversicherung genannt). Diese deckt alle Umweltschäden (Blitz, Hagel, Brand durch Kurzschluss innerhalb der PV-Anlage). Zur Vermeidung einer Doppelversicherung ist es ratsam dies der Gebäudeversicherung mitzuteilen.

Wird das Schneeräumen auf dem Dach durch eine Photovoltaik-Anlage behindert?

Nein. Auf Flachdächern werden bei Süd- oder Nordausrichtung der Module Unterkonstruktionen eingesetzt, die zwischen den Modulreihen ausreichend Platz lassen um alle Wartungsarbeiten durchzuführen (Gassenbreite ca. 70 – 120 cm). Dieser Raum wird auch als „Schneeräumgasse“ genutzt.